mental illness

Depression ist ein Arschloch

Depression ist ein Arschloch

Die Zeit steht still, sie vergeht nie mehr,
sie rennt an mir vorbei
und lässt mich für immer zurück.

Die Unendlichkeit in der Endlichkeit,
im Raum der Ewigkeit.
In mir. Für immer und vorbei.

Traurigkeit. Einsamkeit. Lethargie.
Ich bin müde und doch so wach,
dass ich nie wieder schlafen kann.

Jede Kraft, jede Bewegung ist versiegt.
Ich drehe mich endlos im Kreis.
Und doch stehe ich still.

Für immer gefangen im eigenen Körper.
Für immer gefangen im eigenen Kopf.
Für immer.

Depression ist ein Arschloch!

[fight it little girl, beat it!]
Fuchs ❤

[fuchsblog] Depression ist ein Arschloch

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mental illness

Ein bisschen kaputt…

An manchen Tagen bin ich der unzufriedenste Mensch der Welt.
Gut, das zu sagen, im Hinterkopf das pulsierende Elend der Welt,
ist ziemlich dekadent.
Grenzen wir die Unzufriedenheit auf meinen eigenen kleinen Kosmos ein.
Meine Welt, die Welt in meinem Kopf.

Arg!
So fühle ich mich und möchte nur schreien
und gegen Dinge treten,
ich will um mich schlagen und dann das Gesicht in den Händen vergraben,
mich in mein Bett legen und ausharren.
Bis das Gefühl wieder vorüber geht.

Ich werde dann ganz still und will für mich sein, für mich ausharren und unzufrieden sein, mit mir selbst und meiner kleinen Welt, ganz alleine.

Alles nervt mich und alles geht schief.
Generell ist alles sehr melodramatisch.
Und am allermeisten nerve ich mich damit selber.
Weil mich eben alles nervt.
Das will ich nicht.
Denn insgesamt sind diese Tage ziemlich anstrengend.

Ich bin manchmal ein bisschen kaputt.

Fuchs ❤

minimalismus

Aufbruch

Mein Leben ist chaotisch.
Ich bin ein kreativer Chaosmensch.
Und doch befinde ich mich auf dem besten Weg zu einem minimalistischeren Lebensstil.
Auf dem Weg beinahe alles zurückzulassen, dass ich bisher jeden Tag um mich hatte.
Dass mein Leben so chaotisch und langsam unerträglich für mich gemacht hat.

Wie passt das zusammen?
Ich befinde mich gerade in der umbruchsstärksten Zeit meines Lebens.
Das klingt bei einer jungen Frau Mitte 2o erstmal ganz normal.
In diesem Alter wird man halt flügge, breitet seine Flügel aus und flattert als frischgebackener Erwachsener hinaus in die Welt.
Nur befinde ich mich bereits in der Welt.
Fünf Jahre liegt meine letzte Auswanderung, mein letzter großer Umbruch jetzt zurück.
Ich habe meinen Rucksack gepackt und mich auf den Weg gemacht.
Meinen Arsch habe ich geparkt, ich habe eine große Wohnung, eine Ausbildung gemacht, mir einen Freundeskreis aufgebaut und materiellen Ballast angeschafft.
Ich habe mir ein „zu Hause“ geschaffen.
Nur bin ich nie richtig angekommen.
Jetzt breche ich wieder auf.
Ich befinde mich im Aufbruch.
Und diesmal sehe ich ein Ziel.
Ein Ziel, dass mich beflügelt.
Es ist der Weg.

Ich bin kein Typ, der irgendwo Wurzeln schlägt.
Das zumindest habe ich inzwischen gemerkt.
Ich lebe derzeit [noch] in einem sehr ländlichen und familiären Teil von Österreich.
HEIMATVERBUNDENHEIT ist hier das HÖCHSTE GUT.
Und wenn die Menschen um mich herum von genau diesem Heimatgefühl sprechen, dass für sie mit dem eigenen großen Haus mit Garten, dem Familienauto, Kindern und einem Job sprechen, der am besten von der Ausbildung bis zur Rente der Selbe ist, dann sitze ich immer etwas verloren da.
Diese Art zu leben mag eine sehr schöne sein, wenn man der Mensch für dieses Leben ist. Ich bin es nicht.
Das ist nicht das Leben, dass ich mir für mich wünsche.

Ich möchte am liebsten jeden Tag etwas NEUES erleben.
Neue Dinge sehen, neue Gerüche riechen, neue Geschmäcker schmecken, über Wege und durch Straßen laufen, die meine Füße noch nie berührt haben.
Ich will mit den verschiedensten Menschen reden und die verschiedensten Orte bereisen, ich will all die neuen Eindrücke, die jeden Tag auf mich einströmen in mich aufsaugen und sie teilen.

Vor allem aber möchte ich mich nicht binden.
Nicht mehr an materielle Güter.
Dabei spreche ich nicht von Freundschaft und Liebe, Familie, das ist mir ganz wichtig zu sagen.
Ich bin verlobt und ich liebe meinen [zukünftigen Ehe-] Mann.
Er macht mich vollkommen, er macht mich komplett.
Und mit ihm zusammen bin ich immer auf dem Weg.

Da wo wir jetzt sind, fühlen wir uns festgebunden.
Aber wir haben die Ketten gelöst.
Wir sind im Aufbruch…

Fuchs

Vorarlberg